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Viernheim. Die Hitze ist trocken, und das schon seit Tagen. Am Wochenende soll es bis zu 36 Grad geben. Das Risiko von Waldbränden steigt. Auch im Viernheimer Wald. Dort gilt aktuell die Gefahrenstufe 4. "Besucher müssen unbedingt Park- und Halteverbote beachten und dürfen nicht außerhalb der Wege laufen", warnt die Feuerwehr eindringlich. Rauchen und Grillen sind strengstens untersagt - ohnehin von März bis Oktober.
Große Feuer entstehen weniger durch natürliche Ursachen wie Blitzeinschläge als durch fahrlässige Brandstiftung. Wie im Juli 2006, als Flammen im Viernheimer/Lampertheimer Wald rund 3000 Quadratmeter Vegetation vernichteten. Für einen verheerenden Brand reicht schon ein kleiner Funke. "Die Schäden für die Umwelt sind enorm", so die Feuerwehr. Schließlich müssten Bäume über viele Jahre hinweg wieder aufgeforstet werden.
Menschen können auch direkt gefährdet sein. Wenn das Feuer bis zu Wohngebieten wütet, etwa. Oder wenn sie selbst im Wald unterwegs sind. Eigene Löschversuche sollte nur unternehmen, wer sich nicht selbst in Gefahr begibt. An vielen Stellen des Viernheimer Waldes stehen rote Schilder mit einer weißen Zahl. Darauf: eine Gebietsnummer. Wer einen Waldbrand unter Notruf 112 meldet, nennt sie. Dann weiß die Feuerwehr sofort, welche Kollegen zuständig sind - und wo sich das Feuer befindet.
Der jüngste Regen hat nicht geholfen, das Risiko einzudämmen. Im Viernheimer Wald liegen noch zahlreiche abgebrochene Äste vergangener Stürme. Diese trocknen schnell aus. Dass die höchste Gefahrenstufe 5 ausgesprochen wird, eine Sperrung des Waldes, hält die Feuerwehr für unwahrscheinlich: "Dazu dürfte es wochenlang nicht regnen."
Quelle: Südhessen Morgen |